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„Ziemlich getaktet“ - das bekommt Paul jedes Mal von seiner Freundin zu hören, wenn er wieder irgendetwas mit einer Überpünktlichkeit abarbeitet. Zähneputzen zum Beispiel. Heute war er etwas früher dran und machte sich nach dem Frühstück über die Mails. Marmeladebrot war zwar nicht sein Ding, aber angesichts der Auswahl, die sein Kühlschrank heute Früh ausspuckte, die absolut erste Wahl.

Das mit den zwei Wohnungen war wirklich schon nervig. Zahnbürste bei ihr, Zahnpaste bei ihm. Hose bei ihr, Leibchen und Gürtel bei ihm. Krawatte bei ihr, Hemd in der Putzerei. Abholschein bei ihm. Paketzustellung bei ihm, alle beide bei ihr. Da wird man irgendwann schizophren. Es war echt höchste Zeit für eine gemeinsame Wohnung. Und da schöpfte Paul berufsbedingt aus dem Vollen – Immobilienbranche, das dritte Jahr schon.

Franziska war nicht gerade die einfachste. Kompliziert? Ein vorsichtiges „Ja“. Aber das machte Paul wieder wett! Daher wurde es auch die Altbauwohnung und nicht der „Designerneubau“, wie es Paul immer wieder betont hatte. Aus der Traum von der Fussbodenheizung. Aber er wusste, dass diese Wohnung nur die Hülle für das sein würde, was die beiden dann nach mehr oder weniger langen Diskussionen an Einrichtung kaufen würden. Ein paar Dinge standen schon fest. Das Sofa zum Beispiel. Eine 184er Freistil von Rolf Benz.

Was er nicht wusste war, dass Franziska schon seit längerem einen sogenannten Plan B in der Schublade hatte. Die Bestandteile dieser „Alternative“ sahen wie folgt aus:
Keine neue Wohnung.
Kein Zusammenziehen.
Keine Lügen mehr was die seit gut zwei Monaten stattfindenden Treffen mit Marcel betraf
und vor allem: keine neue Couch.

Grund für diesen Sinneswandel war aber weniger dieser Marcel, sondern die immer häufiger auftretenden Meinungsverschiedenheiten und Streitereien mit Paul der ihrer Ansicht nach in letzter Zeit etwas zu viel klammerte. Für Paul waren die Wutausbrüche, denen er sich ausgesetzt sah nicht ganz erklärlich. Da er aber ziemlich mit Arbeit eingedeckt war und sich die beiden eh nicht jeden Tag sahen, zumindest seit eben zwei Monaten etwas seltener, hatte er es eher auf eine hormonelle Geschichte geschoben. Aber seien wir uns ehrlich. Wie oft im Leben ist der Plan B von vorn herein der eigentliche Plan A. Irgendwie war ihr das klar.

Nicht ganz klar war ihr allerdings, wie sie aus der Nummer mit der Wohnung rauskommen sollte, ohne dass gleich alles auffliegen würde. Das musste man behutsam angehen und vor allem scheibchenweise. Gerade weil alles so verfahren war. Auf der einen Seite wäre heute geplant gewesen, das bereits ausgesuchte Sofa zu bestellen, auf der anderen Seite war gerade auch heute Marcel in der Stadt. Eigentlich wohnte er ja in Wien, hatte aber eine kleine Garconiere in Graz, und Franzi hatte ihn schon seit über einer Woche nicht mehr gesehen. FF